Freitag, 28. März 2014

Klopp erwartet intensiven Fight "im Ländle"

Die Aufarbeitung des torlosen Derbys gegen Schalke 04 fiel Jürgen Klopp nicht schwer. Seine Mannschaft bot eine Klasse-Vorstellung gegen die "Königsblauen", vergaß lediglich das Toreschießen. Durch das unnötige Remis gegen den Reviernachbarn verpaßte es der BVB jedoch, sich von einem direkten Konkurrenten abzusetzen und braucht nun im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart unbedingt einen "Dreier", will man nicht Gefahr laufen, auf Platz drei abzurutschen. In diesem Falle würden die Schwattgelben auch wieder den Atem des Tabellenvierten Bayer Leverkusen im Nacken spüren.

Piszczek (hier gegen Traore) droht auszufallen
Bei der Rückkehr in seine Geburtsstadt erwartet Jürgen Klopp ein intensives Spiel gegen abstiegsbedrohte Stuttgarter. Denn die seit drei Spielen vom Holländer Huub Stevens gecoachten Schwaben stehen gegen den BVB unter gewaltigem Erfolgsdruck. Ein Sieg gegen den Vizemeister ist für den VfB eigentlich  Pflicht, will man im Kampf um den Klassenerhalt nicht schon fast hoffnungslos zurückfallen. Das anschließende Restprogramm der Schwaben hat es nämlich in sich.

Borussia will dagegen mit einem Sieg im Ländle seinen zweiten Tabellenplatz verteidigen und käme somit auch seinem vor der Saison ausgegebenem Ziel der direkten Champions-League-Qualifikation ein entscheidendes Stück näher. Angesichts des am Mittwoch bevorstehenden CL-Hinspiels bei Real Madrid will der BVB zudem eine "nervende" Negativserie beenden - die letzten vier Bundesligaspiele vor einem Champions-League-Spiel gingen für die Schwattgelben allesamt verloren. Zuletzt gab es vor dem Königsklassen-Hinspiel in St.Petersburg die blamable 0:3-Klatsche beim ebenfalls abstiegsbedrohten Hamburger SV und im Vorlauf zum Rückspiel gegen die Russen setzte es im Westfalenstadion eine peinliche 1:2-Pleite gegen Borussia Mönchengladbach.

Beim Wiedersehen mit dem an Stuttgart ausgeliehenen Moritz Leitner ist die Personalsituation des BVB unverändert angespannt. Subotic, Blaszczykowski, Gündogan, Schmelzer und Bender fehlen bekanntlich schon länger und somit auch am Samstag. Fraglich sind die von einem grippalen Infekt gebeutelten Weidenfeller und Aubameyang. Zudem plagt sich Lukasz Piszczek mit muskulären Problemen herum und droht auszufallen. Für den polnischen Nationalspieler würde vermutlich Kevin Großkreutz wieder auf die rechte Abwehrseite zurückkehren. Seinen Platz im Mittelfeld könnten Aubameyang (falls fit) oder Jonas Hofmann übernehmen. Aufpassen müssen Hummels und Sokratis - Borussias Innverteidiger-Duo ist mir vier gelben Karten vorbelastet. Beiden droht somit Karte Nummer fünf und folglich eine Sperre für das nächste Bundesligaspiel.

Beim 6:1 im Hinspiel erzielte Marco Reus das 2:1 für Borussia
Wie die Startformation auch aussehen wird - für den BVB gilt es, in Stuttgart (anders wie z.B. beim HSV) den von Beginn an zu erwartenden "Fight" anzunehmen, defensiv kompakt zu stehen und über gewonnene Zweikämpfe zu spielerischer Linie zu finden. Sollte das den Schwattgelben gelingen und die gegen Schalke 04 vermißte Kaltschnäuzigkeit im Abschluß zurückkehren, kann der Sieger am Samstag nachmittag eigentlich nur Borussia Dortmund heißen.

Während der BVB das Hinspiel im Westfalenstadion mit einem Gala-Auftritt 6:1 gewann, ist die Auswärts-Statistik gegen die Schwaben stark ins Positive ausbaufähig. Von den bisherigen 45 Duellen im Neckarstadion konnte Borussia lediglich zehn gewinnen. Neun Spiele endeten remis und sage und schreibe 26mal behielt der VfB die Oberhand. Das Torverhältnis ist mit 91:54 zugunsten des VfB alarmierend schlecht.

Die PK mit Jürgen Klopp zum Spiel in Stuttgart (präsentiert von SportLiveDortmund)




Mein Tipp: Borussia wird den zu erwartenden "Kampf auf Biegen und Brechen" mit 1:0 gewinnen.

Die möglichen Aufstellungen:

VfB: Ulreich - Schwaab, Rüdiger, Niedermeier, Sakai - Gentner, Boka - Harnik, Traore, Rausch - Ibisevic.

BVB: Weidenfeller (Langerak) - Großkreutz, Sokratis, Hummels, Durm - Sahin, Kehl - Aubameyang (Hofmann), Mkhitaryan, Reus - Lewandowski.