Samstag, 3. August 2013

Ducksch ist Dortmunds Matchwinner

Mit viel Mühe zog Borussia Dortmund in die zweite DFB-Pokalrunde ein. Der BVB bezwang den Regionalligisten SV Wilhelmshaven mit einer glanzlosen Vorstellung mit 3:0.
Von Beginn an tat sich der BVB, der auf Sokratis (gesperrt), Weidenfeller (angeschlagen), Mkhitaryan (Reha) und Kuba (Rachenentzündung) verzichten mußte, gegen mit viel Leidenschaft und Kampf auftretende Wilhelmshavener sehr schwer. Bei tropischen Temperaturen stellte der von seinem Trainer taktisch hervorragend eingestellte Regionalligist den Champions League-Finalisten vor große Probleme. Die Zweikampfbilanz von 57 % zugunsten der Norddeutschen zeigt, wie schwer sich der BVB tat, den inneren Schweinehund bei ca. 33 Grad zu überwinden.
Dortmunds Spiel hatte nicht genug Tempo, war zu oft in die Breite angelegt. Wenn schnell gespielt wurde, kam der letzte vertikale Pass in die Schnittstellen der Wilhelmshavener Abwehr nicht oder nur zu selten an. Dortmunds Außenspieler kamen nicht ein einziges Mal bis an die Grundlinien und somit in den Rücken der Abwehr. Nuri Sahin, über den fast jeder Angriff der Schwattgelben lief, versuchte dem Spiel seiner Mannschaft zwar mit wechselweise langen und kurzen Vertikalpässen mehr Struktur zu verleihen. Doch unterliefen dem Deutsch-Türken in seinem Bemühen für seine Verhältnisse sehr viele Fehlpässe.
Und dennoch kam der BVB bei 81 Prozent Ballbesitz zu vier hochkarätigen Chancen durch Aubameyang, Subotic und Gündogan. Jedoch verhinderte der überragende SVW-Keeper Aron Siegel die verdiente Dortmunder Führung.
Mitte der ersten Halbzeit wurden die Norddeutschen dann sogar frecher und konnten zwei Mal den BVB mit Nadelstichen in Bedrängnis bringen. Da sich aber auch Langerak im Dortmunder Tor nicht überwinden ließ, ging es torlos in die Halbzeitpause.
Erlöste den BVB mit dem 1:0: Kevin Großkreutz
Nach dem Seitenwechsel bot sich den 8000 Zuschauern im ausverkauften Jadestadion nahezu das gleiche Bild. Borussia setzte die mit viel Geduld und fast stoischer Gelassenheit vorgetrageenen Angriffe auf das Tor des Regionalligisten fort und kam durch Reus (66.) und Aubameyang (67.) zu zwei Großchanccen, die erneut der überragende Keeper Siegel vereitelte. Schock für Borussia, als Wilhelmshavens Schäffler in der 68. Minute allein auf das BVB-Tor zustürmte, Langerak jedoch die Führung für die Norddeutschen vereitelte.
Kurz zuvor hatte Jürgen Klopp ein gückliches Händchen bewiesen. Der BVB-Coach brachte Marvin Ducksch für Sebastian Kehl und stellte somit die Weichen auf Sieg für Borussia. Ducksch, der Julian Schieber aus dem 18er Kader verdrängt hatte, bereitete das erlösende 1:0 durch Kevin Großkreutz vor (71.) und besorgte das entscheidende 2:0 nach Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Jonas Hofmann schließlich selbst (83.). Lewandowski stellte in der Schlußminute den 3:0 Endstand her. Die Vorarbeit lieferte erneut Jonas Hofmann.

Fazit: Mit viel Mühe und ohne Glanz erledigte der BVB die Pflichtaufgabe Wilhelmshaven und zieht letztlich dennoch verdient in die nächste Pokalrunde ein (Auslosung am 10. August).

BVB:
Langerak - Großkreutz, Subotic, Hummels, Schmelzer - Kehl (58. Ducksch), Sahin - Aubameyang (77. Hofmann), Gündogan (82. Bender), Reus - Lewandowski
Tore: 0:1 Großkreutz (71.), 0:2 Ducksch (83.), 0:3 Lewandowski (90.)
Zuschauer: 8.000 (ausverkauft)

Mehr vom aktuellen BVB-Geschehen auch in meiner reviersport-Kolumne
http://www.reviersport.de/meinungen/markus-bvb-blog.html