Montag, 30. Dezember 2013

Der Teamcheck (1) - Die Defensive

Der Jahreswechsel rückt näher - Zeit für eine nüchterne, sachlich-kritische Bewertung und Analyse der einzelnen BVB-Akteure. Wir haben jeden einzelnen Spieler unter die Lupe genommen, bewertet und in jeweils eine von fünf möglichen Klassifizierungen eingeordnet. Grundlage dafür war nicht das Kalenderjahr 2013 - sondern ausschliesslich die Leistungen der Hinrunde in Bundesliga, Pokal und Champions League der Saison 2013/14. Wie bei allen "Ranglisten" ist auch diese rein subjektiv und wird sicherlich für Diskussionsstoff unter den Fans sorgen. Das ist gut und durchaus gewollt. Viel Spaß beim Lesen.

STARK

Roman Weidenfeller
Unsere Nr. 1 spielte eine gewohnt gute Hinrunde. Sowohl in Champions League als auch in der Bundesliga blieb Roman nahezu fehlerfrei. Sahnehäubchen für den seit Jahren auf konstant hohem Niveau spielenden Torhüter war sein Debut in der deutschen Nationalmannschaft.

Kevin Großkreutz
Über "Uns Kevin" noch viele Worte zu verlieren, wäre verschenkte Zeit. Als "Ersatz" für den verletzten Piszczek interpretierte Borussias Allzweckwaffe die ungewohnte Rolle des Rechtsverteidigers auf seine eigene Weise und bewies einmal mehr, welch unschätzbar großen Wert er für den BVB darstellt.

Sokratis
Der Neuzugang von Werder Bremen benötigte keine Eingewöhnungszeit. Der griechische Nationalspieler wirkte in seinen Einsätzen wie ein "Fels in der Brandung". Enorme Zweikampfstärke und seine fast stoische Ruhe zeichnen "Papa" aus und ließen ihn schnell zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Dortmunder Kaders werden.

Erik Durm
Der 21jährige ist eine DER Entdeckungen der Hinrunde. Als Vertreter des häufig verletzten Marcel Schmelzer überzeugte Erik auf Anhieb und gilt mittlerweile als echte Option für einen Stammplatz auf der Linksverteidiger-Position. Zudem gelang dem Blondschopf der Sprung in die U21-Nationalmannschaft.

Starke Hinserie: Weidenfeller, Großkreutz

SOLIDE

Mitchell Langerak
Zwar gibt es nach wie vor für Mitch kein Vorbeikommen an Weidenfeller. Aber wenn er gebraucht wird, ist der Australier immer voll da. Bei seinen Einsätzen in allen drei Wettbewerben bewies der Nationalkeeper der "Cangoroos", daß er zu Recht eine ernsthafte Option für die Zukunft ist.

Nuri Sahin
Bei keinem wechselten Licht und Schatten so extrem, wie beim türkischen Nationalspieler. Sein Einsatz und sein Willen paßten immer - aber nur phasenweise konnte Nuri dem sich selbst auferlegten Anspruch als Lenker des Dortmunder Spiels gerecht werden. Dennoch ein auch für die "Team-Hygiene" wichtiger Bestandteil des BVB-Kaders.

Sven Bender
Erneut liegt eine "schmerzhafte" Hinrunde hinter dem Nationalspieler. Verletzungen brachten Sven einmal mehr um einige Einsätze. Aufgrund seiner Nehmer-Qualitäten und seines nimmermüden selbstlosen Einsatzes verliehen ihm Fans und Medien mit "Iron-Manni" verdientermaßen einen Respekt bekundenden und treffenden Spitznamen.

Neven Subotic
Der Serbe bot eine solide Hinserie, ohne zu glänzen. Bis zu seiner schweren Verletzung zählte Neven dennoch zu den Eckpfeilern und absoluten Stammkräften der Dortmunder Defensive. Der erlittene Kreuzbandriß bedeutete für ihn jedoch das vorzeitige "Aus" für die laufende Saison.

Sven "Iron-Manni" Bender

GEHT SO

Mats Hummels
Borussias Abwehrchef und defensiver "Creative Director" fand nur schwer in die Saison und durchlief eine echte Krise. Auf dem Weg zur alten Form verletzte sich Mats. Erst durch sein Fehlen wurde mehr und mehr deutlich, wie wichtig er für den BVB ist - auf und auch außerhalb des Platzes.

Marcel Schmelzer
Borussias "Pferdelunge" durchlebte eine von Verletzungen geprägte Hinrunde. Der Nationalspieler fand daher nie zu der Form, die ihn eigentlich für den BVB unersetzlich macht. Ihm fehlte die konstante körperliche Fitneß - und somit die Grundvoraussetzung für starke Leistungen.


SCHWACH

Manuel Friedrich
Als die (Verteidiger-) Not am größten war, besann sich Jürgen Klopp auf einen alten Bekannten. Mit dem vereinslosen Ex-Nationalspieler verpflichtete der BVB kurzerhand (und voreilig?) eine Alternative für die Innenverteidigung. Allerdings merkte man Friedrich vor allem läuferisch an, daß er "in die Jahre" gekommen ist.

Bald wieder "der Alte": Lukasz Piszczek

NICHT ZU BEWERTEN

Marian Sarr
Der 18jährige wurde mangels erfahrenerer Alternativen von Klopp zwangsläufig ins kalte Wasser geworfen. Marian, mit einem Riesen-Potential ausgestattet, bestand die Feuertaufe in Liga und Champions League erstaunlich abgeklärt. Trotz seines Aussetzers zuletzt gegen Hertha gilt Sarr ganz klar als BVB-Verteidiger der Zukunft.

Lukasz Piszczek
Nach seiner Hüft-OP im Sommer kam der polnische Nationalspieler schneller als erwartet zurück. In den letzten Partien der Hinserie bekam "Pischu" wichtige Einsatzzeiten, in denen er teilweise schon wieder an alte Glanzzeiten erinnerte. Nach der Winterpause dürfen sich alle Borussen auf den "alten" Lukasz freuen.

Koray Günter
Der hochtalentierte Innenverteidiger galt bei vielen Spielen des BVB als ernsthafte Option, kam aber lediglich in Mönchengladbach zu einem Kurz-Einsatz. Koray stand sehr oft im 18er Kader von Klopp und gilt wie auch Marian Sarr als Mann für die Zukunft.

Oliver Kirch
Für den vielseitig einsetzbaren Defensiv-Spezialisten reichte es lediglich zu einem Bundesliga-Einsatz. Im DFB-Pokal in Saarbrücken bot Oliver eine sehr gute Partie und wies eine gewisse Klasse durchaus nach. Allerdings eben "nur" gegen einen Drittligisten. Der BVB scheint eine Nummer zu groß für ihn.

Sebastian Kehl
Der Kapitän fiel lange Zeit verletzt aus. Wie wichtig "Kehli" nach wie vor für den BVB ist, bewies er in den verletzungsbedingt nur wenigen Einsätzen allein durch seine Präsenz. Er ist nach wie vor ein Spieler, an dem sich die "Jungen" orientieren und aufrichten können.

Ilkay Gündogan
Seine rätselhaften Rückenbschwerden zwangen den eigentlichen "Kopf" der Kreativabteilung zu einer die gesamte Hinrunde anhaltenden Ausfallzeit. Lediglich den Bundesligastart in Augsburg erlebte Ilkay im schwattgelben Trikot. Zuletzt stieg er wieder ins Training ein. Bleibt zu hoffen, daß der Nationalspieler in der Rückrunde wieder dabei ist. Sein Fehlen erwies sich im Laufe der Hinrunde neben dem von Hummels als am gravierendsten.

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